Datenschutz: Datenpolitik als Teil der Digitalisierung begreifen

Digitalisierung bedeutet, viele Vorgänge des alltäglichen Geschäfts- und Privatlebens in Daten abzubilden und durch die Verarbeitung dieser Daten abzuwickeln. Die Frage, ob und wie Daten verarbeitet werden dürfen oder nicht, ist daher entscheidend für den Erfolg und Ausgestaltung der Digitalisierung. Die Herausforderung liegt darin, Regeln für die Datenverarbeitung so aufzustellen, dass einerseits das Recht des Einzelnen auf Datenschutz wirksam gewahrt wird und zum anderen nützliche und innovative Anwendungen entwickelt und umgesetzt werden können. Es gibt in Teilen der Bevölkerung Bedenken, ob das Recht auf Privatsphäre und Schutz der eigenen Daten in der digitalisierten Gesellschaft erhalten werden kann. Angst vor dem Verlust von Privatsphäre und selbstbestimmtem Handeln steht der positiven Rezeption und Akzeptanz neuer Technologien im Wege. Gleichzeitig besteht aufgrund dieser Bedenken die Gefahr einer Überregulierung sich gerade erst entwickelnder Technologien und Geschäftsfelder. Das kann zu einem Hindernis für die Ausschöpfung der Chancen durch die Digitalisierung werden und den wirtschaftlichen Erfolg am Standort Deutschland gefährden.